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Training

Tempodauerlauf: So baust du Wettkampfhärte auf

von Joerg · 05.06.2026 · 4 Min Lesezeit

Entdecke, wie du mit Tempodauerläufen deine Wettkampfhärte effektiv steigern kannst.

Einleitung

Tempodauerläufe sind ein essenzieller Bestandteil des Lauftrainings für ambitionierte Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer, die ihre Wettkampfhärte verbessern möchten. Diese Trainingseinheit hilft dir, deine Laktatschwelle zu verschieben und effizienter zu laufen. Egal, ob du dich auf einen 10-Kilometer-Lauf oder einen Marathon vorbereitest: Der Tempodauerlauf kann den entscheidenden Unterschied ausmachen. In diesem Artikel erfährst du, wie du Tempodauerläufe optimal in dein Training integrierst und welche Fehler du vermeiden solltest.

Was ist ein Tempodauerlauf?

Ein Tempodauerlauf, auch Schwellenlauf genannt, ist eine Trainingseinheit, die knapp unterhalb oder an deiner anaeroben Schwelle stattfindet. Das bedeutet, du läufst in einem Tempo, das du etwa 20 bis 30 Minuten durchhalten könntest. Ziel ist es, die Laktatproduktion und -verwertung zu verbessern, sodass du bei Wettkämpfen länger in einem höheren Tempo laufen kannst, ohne zu ermüden. Typischerweise liegt das Tempo eines Tempodauerlaufs zwischen deinem 10-Kilometer- und Halbmarathontempo.

Trainingsbeispiele für Tempodauerläufe

Ein klassisches Beispiel für einen Tempodauerlauf ist eine Einheit von 20 bis 40 Minuten in einem konstanten Tempo. Alternativ kannst du auch Tempowechselläufe in dein Training einbauen, bei denen du beispielsweise 5x5 Minuten im Schwellentempo mit jeweils 1-2 Minuten Erholung dazwischen läufst. Wichtig ist, dass du dich während des gesamten Laufs noch unterhalten könntest, aber nur in kurzen Sätzen.

Die richtige Intensität finden

Um die richtige Intensität für deinen Tempodauerlauf zu finden, kannst du dich an deinem Herzfrequenzbereich orientieren. Dieser liegt meist bei 80-90% deiner maximalen Herzfrequenz. Eine andere Methode ist die subjektive Einschätzung: Das Tempo sollte fordernd, aber nicht überfordernd sein. Du solltest das Gefühl haben, dass du das Tempo gerade noch eine Weile halten kannst, ohne völlig zu erschöpfen.

Integration in den Trainingsplan

Tempodauerläufe sollten regelmäßig, etwa einmal pro Woche, in deinen Trainingsplan integriert werden. Sie sind besonders effektiv, wenn du sie in der Vorbereitungsphase für einen Wettkampf einsetzt. Achte darauf, dass du diese Einheiten nicht zu häufig und immer mit ausreichend Erholung dazwischen absolvierst, um Übertraining zu vermeiden. Kombiniere sie mit anderen Trainingseinheiten wie langen Läufen und Intervallen, um ein ausgewogenes Training zu gewährleisten.

Häufige Fehler

  1. Zu schnelles Tempo: Viele Läufer neigen dazu, zu schnell zu starten. Halte dich an dein Schwellentempo.
  2. Zu lange Einheiten: Ein Tempodauerlauf sollte nicht zu lang sein. 20 bis 40 Minuten sind ideal.
  3. Fehlende Erholung: Gönne dir nach einem Tempodauerlauf ausreichend Erholung, um die Trainingsreize zu verarbeiten.
  4. Keine Abwechslung: Variiere die Tempodauerläufe, um unterschiedliche Reize zu setzen.
  5. Falsches Timing: Setze Tempodauerläufe gezielt in deiner Wettkampfvorbereitung ein, nicht zu weit im Voraus.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Tempodauerlauf und einem Intervalltraining?

Ein Tempodauerlauf ist eine längere, gleichmäßige Einheit knapp unterhalb deiner anaeroben Schwelle, während Intervalltraining aus kürzeren, intensiveren Abschnitten mit Erholungspausen besteht. Beide Trainingsformen haben unterschiedliche Ziele und Reize.

Wie oft sollte ich Tempodauerläufe in meinen Trainingsplan integrieren?

Einmal pro Woche ist eine gute Frequenz, um die Vorteile von Tempodauerläufen zu nutzen, ohne das Risiko von Übertraining einzugehen.

Kann ich Tempodauerläufe auch auf dem Laufband absolvieren?

Ja, Tempodauerläufe lassen sich gut auf dem Laufband durchführen. Achte darauf, die Steigung leicht zu erhöhen (ca. 1-2%), um den Luftwiderstand im Freien zu simulieren.

Wie erkenne ich, ob ich das richtige Tempo laufe?

Das richtige Tempo fühlt sich herausfordernd, aber kontrollierbar an. Du solltest in der Lage sein, kurze Sätze zu sprechen, aber nicht mehr.

Fazit

Tempodauerläufe sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um deine Wettkampfhärte zu steigern und deine anaerobe Schwelle zu verbessern. Durch die regelmäßige Integration in deinen Trainingsplan kannst du effizienter laufen und deine Wettkampfleistungen optimieren. Achte auf die richtige Intensität, vermeide häufige Fehler und kombiniere Tempodauerläufe mit anderen Trainingseinheiten für ein ausgewogenes Training. So bist du bestens gerüstet für deine nächsten Laufziele.

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